Das Unternehmen SCHWEIZER wurde im Jahr 1840 in Deutschland gegründet. Es entwickelte sich über die Errichtung einer Glasschleiferei und die Fertigung optischer Produkte hin zum Anbieter des größten Sortiments für die Versorgung sehbehinderter Menschen am europäischen Markt.
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LowVision-Event 2010
First-Class-Partner zu Gast bei SCHWEIZER in Forchheim
Am 28. Juni 2010 begrüßte SCHWEIZER zusammen mit 80 spezialisierten LowVision-Augenoptikern aus ganz Deutschland im Historischen Rathaussaal von Forchheim die Euro-Tandem-Tour 2010. Die Radsportbegeisterten der PRO RETINA starteten am 21. Juni in Flensburg und erreichten Garmisch-Partenkirchen am 1. Juli 2010. Ihr Ziel ist es, die Öffentlichkeit für die Probleme von Sehbehinderten und blinden Menschen zu sensibilisieren und sie über Netzhautdegenerationen und AMD (Altersabhängige Makuladegeneration) aufzuklären.
Die europaweite Tandem-Tour führte die Gruppe im Jahr 2008 auf den Petersplatz, um die Charta für die Rechte der Patienten mit Makuladegenerationen zusammen mit einer eigens für diesen Zweck bei SCHWEIZER produzierten Edellupe an Papst Benedikt XVI, nach einer Generalaudienz, zu überreichen. Auch wenn die Radler dieses mal im Lande bleiben, verliert die Tour durch Teilnehmer aus der Schweiz, Belgien, Luxemburg, Frankreich und Finnland nicht ihren europäischen Charakter.
Seit vielen Jahren unterhält SCHWEIZER der LowVision-Spezialist eine enge Verbindung zu dieser Gruppe und so war es selbstverständlich, die Radler auf ihren Weg nach Garmisch in Forchheim zu empfangen. Zusammen mit rund 100 LowVision-Spezialisten beging man in Forchheim die LowVision-EventTage 2010.
Zwei erlebnisreiche Tage der besonderen Art warteten auf die Gäste.
Am Anreisetag wurden die Besucher auf dem Firmengelände begrüßt. Bei Kaffee und Kuchen trafen sich die ehemaligen Seminarteilnehmer/innen und in kürzester Zeit wurden intensive Gespräche geführt.
Die Teilnehmer hatten an diesem Nachmittag aber auch die Möglichkeit hinter die Kulissen der Firma zu schauen, die das Thema „LowVision“ in den letzten Jahren so stark angeschoben hat. Bei einem Rundgang durch die Produktionsstätten erhielten sie einen Einblick in die Fertigung von Lupen und Lesegläsern, den Produktionsprozess von Präzisionslinsen u.v.a.m. und konnten die neuen Investitionen in Spritzguss- und Handlingsmaschinen sowie der Vergrößerung der Photovoltaik-Anlage bestaunen.
Mit Staunen wurden die jüngsten Investitionen bewundert, die aufgrund der steigenden Nachfrage von Linsen im laufenden Jahr bei SCHWEIZER getätigt wurden.
Ab 16 Uhr wurde dann gemeinsam das WM-Viertelfinale Deutschland – England angesehen. Die Spannung war jedem ins Gesicht geschrieben und bei jedem Tor ließen die Teilnehmer ihren Emotionen freien Lauf.
Am frühen Abend startete die Gruppe ihre kleine Wanderung durch die historische Altstadt von Forchheim in den Kellerwald am Rande der Stadt. Eine ausgedehnte Waldfläche mit teilweise bis zu 200 Jahre altem Baumbestand östlich von Forchheim, wird von einem weitverzweigten Kellersystem durchzogen. Die tief in den Rhätsandstein reichenden Kellergänge dienten in früheren Jahrhunderten als Lagerungsstätte für Wein, Bier und Lebensmittel. Die konstante Temperatur von 6 bis 10 Grad Celsius erwies sich vor allen Dingen für die Lagerung von Bier als „bestens zuträgliche“ Temperatur.
Damals wie heute verbringen an warmen Tagen viele Forchheimer und ihre Gäste unter den schattenspendenden Bäumen einen gemütlichen Feierabend „auf dem Keller“.
Bei einer rustikalen Kellerbrotzeit feierte man den 4:1 Sieg und der erste Seminartag klang in netter Kollegenrunde aus.
Unter dem Motto „Motivation LowVision“ stand die Vortragsreihe am 28. Juni 2010. Kollegen aus der LowVision-Szene boten den Teilnehmern Erfahrungsberichte, wie sie Patienten bzw. auch sich selbst in der LowVision-Arbeit motivieren.
Marketingleiter Andreas Schaufler begrüßte am Morgen die Seminarteilnehmer im Historischen Rathaussaal der Stadt Forchheim. Er gab in seiner Begrüßung noch einmal einen kurzen Abriss der letzten Jahre bei SCHWEIZER. So erinnerte er an die Anfänge als SCHWEIZER 1997 mit der Marktpositionierung als „der LowVision-Spezialist“ begann. Damals wie heute bietet SCHWEIZER seinen Partnern Europas größtes Sortiment zur Versorgung sehbehinderter Menschen. Das entsprechende Know-how wird in den bewährten, professionellen Seminaren vermittelt und trainiert. Mit 10 LowVision-Kundenberatern und der Anpasshotline verfügt SCHWEIZER über das größte Serviceteam im Bereich Low-Vision. Auch auf die Vorteile der First-Class-Partnerschaft für LowVision-Augenoptiker, ein im Markt oft kopiertes aber nie erreichtes Konzept, stellte Schaufler noch einmal heraus. Danach ging es in die Fachvorträge.
Im ersten Teil verwies Petra Verweyen, Orthoptistin am SFZ in Chemnitz, auf die Bedeutung des exzentrischen Sehtrainings in der LowVision-Rehabilitation. Wenn Augenkrankheiten die zentrale Sehschärfe beeinträchtigen, wie z.B. die immer häufiger auftretende Makuladegeneration, wird die Lesefähigkeit reduziert bzw. oft ist Lesen unmöglich. Durch ein spezielles Training, dem exzentrischen Sehtraining, kann die Lesefähigkeit trainiert und wiedererlangt werden. Der Erfolg, eine mobile Lesefähigkeit für unterwegs und zuhause zu erlangen, motiviert die Patienten. Seit über fünf Jahren arbeitet man motiviert in Chemnitz mit dieser Methode – mit Erfolg!
„Gemeinsam sind wir stark…“ war das Motto des nächsten Vortrags. Annegret Speicher, LowVision-Anpasserin und Inhaberin des Geschäftes „Lupen & mehr…“ arbeitet seit vielen Jahren bereits motiviert in ihrem LowVision-Netzwerk, in dem sie eine ganze Menge an Berufsgruppen, die an der Versorgung Sehbehinderter beteiligt sind, vernetzt. LowVision, das ist mehr als nur Sehhilfen.
Um eine ganzheitliche Versorgung von Sehbehinderten gewährleisten zu können, müssen Diagnostik, Therapie, Rehabilitation, Beratung und Hilfe zur Selbsthilfe eng zusammenarbeiten. Wie wichtig es für den Augenoptiker als Koordinator im „LowVision-Netzwerk“ ist, mit all diesen Fachdisziplinen in Kontakt zu treten und sich regelmäßig auszutauschen, darüber informierte sie mit vielen Beispielen aus der täglichen Praxis.
Und dann war es endlich soweit – die 75 Teilnehmer der Euro-Tandem-Tour trafen auf dem Rathausplatz in Forchheim ein. Bürgermeister Franz Streit begleitete die Gruppe persönlich in den Historischen Rathaussaal, der guten Stube der Stadt, und begrüßte sie dort, zusammen mit den weiteren Teilnehmern des Eventtages. Horst Schwerger, der in diesem Jahr zum letzten mal die Tour organisierte, bedankte sich mit bewegenden Worten bei SCHWEIZER für die lange und freundschaftliche Zusammenarbeit und den grandiosen Empfang in Forchheim.
Nach einem gemeinsamen Mittagsimbiss brach die Tandemgruppe wieder auf und Mechthild Gahbler, Leiterin des psychologischen Dienstes am Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte in Nürnberg, startete ihren Vortrag.
Der Weg durch das Leben mit seinen vielseitigen Entwicklungs¬aufgaben stellt für Menschen mit Sehschädigung eine besonders große Herausforderung dar. Immer wieder müssen Krisen oder Blockaden bewältigt werden.
Mit welchen Möglichkeiten man die notwendigen Veränderungs¬prozesse begleiten und gleichzeitig helfen kann, zeigte Frau Gahbler in ihrem Referat.
Und dann gab es zum Schluss noch eine Überraschung: Die Abschlussreferentin Verena Bentele fiel krankheitsbedingt aus. Die Münchnerin hatte am Morgen ihren Motivationsvortrag absagen müssen. Doch zur ersten Kaffeepause hatte man bei SCHWEIZER bereits die Lücke geschlossen und so kam am Nachmittag zum Abschlußvortrag der Top-Motivationstrainer Klaus Kobjoll aus Nürnberg zum EventTag nach Forchheim.
Es war kein klassischer Vortrag - nein, es ging bei Kobjolls Präsentation um eine Anleitung zum Total-Einsatz. Der Vollblutunternehmer zeigt dabei seine Arbeitsmittel zum Erfolg. Für Kobjoll sind Unternehmen Spielplätze für Erwachsene! Mit Teams ein Perpetuum mobile des Erfolgs schaffen, dafür bot Kobjoll viele praxiserprobte Ansätze. Er begeisterte die Gruppe, weil er selbst lebt was er sagt.
Unter großem Applaus bedankten sich die Gäste bei den Tages-Referenten und zwei erlebnisreiche Tage neigten sich dem Ende zu.
Den Teilnehmern, insbesondere den Referenten und auch allen SCHWEIZER Kunden sei an dieser Stelle noch einmal herzlich für die SCHWEIZER-Treue gedankt!





































