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Lupen

Lupen

Lupen sind einfache vergrößernde Sehhilfen, zu denen man als erstes greift, um Beschriftungen, Beipackzettel, Anleitungen und Zeitungstexte wieder lesen zu können.
Mit Lupen versucht man, die fehlende Einstellfähigkeit des menschlichen Auges durch Einzellinsen oder Linsensysteme mit positivem Brechwert auszugleichen, um die einfachste Art der Vergrößerung durch eine Annäherung an das Objekt zu ermöglichen. Lupen werden überall dort eingesetzt, wo eine Vergrößerung notwendig ist, um Details besser zu erkennen und sie sollten zusätzlich eine Beleuchtung enthalten. Leuchtlupen von SCHWEIZER machen Ihnen das Leben leichter und steigern so die Lebensqualität. Dafür setzen wir in unseren innovativen Produkten leistungsstarke und energiesparende LEDs der neuesten Generation ein.
Lupenhistorie
Seit weit über 100 Jahren fertigt SCHWEIZER Vergrößerungsgläser. Das Sortiment wurde hinsichtlich Vergrößerungen und Fassungsvarianten stetig erweitert. Diese Silikatlinsen werden nach wie vor gefertigt: bis 200 mm Durchmesser, einige davon mit Bifokalteil. Daraus entstehen z. B. Uhrmacherlupen, Fadenzähler und Lesegläser bis hin zu Arbeitsstandlupen. Auch das klassische Leseglas mit verchromtem Metallrand und Holzgriff ist noch im Sortiment.

Die heute wesentlich häufiger verwendeten Kunststofflinsen aus PMMA (Plexiglas®) fertigt Schweizer seit 1984 ebenfalls im eigenen Haus. Von 4 Dioptrien bis zu Linsen mit 56 Dioptrien reicht das Spektrum. Aus diesem Linsen-Sortiment wird von der Handarbeits-Umhängelupe bis hin zur hochvergrößernden LED-Leuchtlupe ein breites Sortiment gefertigt.
 
Stärke Vergrößerung Linsengröße
6 D 1,5-fach 100x50 mm
6 D 1,5-fach Ø 100 mm
8 D 2-fach 100x75 mm
8 D 2-fach Ø 85 mm
10 D 2,5-fach 75x50 mm
12 D 3-fach Ø 35 mm
12 D 3-fach Ø 70 mm
16 D 4-fach Ø 35 mm
16 D 4-fach Ø 60
20 D 5-fach Ø 55
24 D 6-fach Ø 55
28 D 8-fach Ø 35
39 D 10-fach Ø 35
48 D 12-fach Ø 35
56 D 14-fach Ø 35
Leuchtlupen
Leuchtlupen reduzieren den Vergrößerungsbedarf

Die Augen werden mit zunehmendem Alter „trüber“. Gründe dafür sind die Alterung des Gewebes, aus dem das Sehorgan besteht, aber auch degenerative Augenerkrankungen wie etwa die altersbedingte Makuladegeneration. All dies wirkt sich in einer solchen Weise auf das Auge aus, dass ein Sechzigjähriger für ein und dieselbe Sehaufgabe (z. B. Lesen) mit dem gleichen Maß an Komfort und Effektivität unter Umständen 15-mal mehr Licht benötigt als ein Zehnjähriger. Deshalb kommen immer häufiger Lupen mit integrierter Beleuchtung zum Einsatz, da durch eine optimale Beleuchtung des Schriftgutes ein wesentlich besserer Kontrast und somit eine höhere Sehleistung erzielt wird, wodurch letztlich der Vergrößerungsbedarf reduziert wird.

Die verschiedenen Bautypen einer Lupe sind bei SCHWEIZER mit unterschiedlichen Lichtfarben und in vielen verschiedenen Vergrößerungen erhältlich.

In einer gut sortierten Lupenauswahl befinden sich sowohl Hand- als auch Standlupen mit mehreren definierten Lichtfarben. Daraus kann die passende Vergrößerung gefunden und die bevorzugte Ausführung gewählt werden.

Mit dem Einzug der LED-Beleuchtung für Leuchtlupen kommen fast nur noch batteriebetriebene Varianten zum Einsatz. Der geringe Energieverbrauch bei gleichzeitig sehr guter Lichtausbeute macht den Einsatz von Batterien möglich. Dadurch ist der Benutzer netzunabhängig und die Leuchtlupe kann überall eingesetzt werden. LED-Leuchtlupen sind in den Vergrößerungen von 6 bis 56 D erhältlich und somit gerade auch für die Versorgung hochgradig sehbeeinträchtigter Personen sehr gut geeignet.

Bei dem kurzen Arbeitsabstand der hochvergrößernden Lupen ist es von Vorteil, eine Aufsetzlupe zu wählen, um einen stabilen Objektabstand und damit ein dauerhaft scharfes Bild zu gewährleisten. Lupen stellen eine preiswerte Versorgungmöglichkeit für alle Stärkenbereiche dar.
ERGO-Lux i mobil
Leuchtlupen sind dank moderner Technik für Senioren leicht zu handhaben.

Gutes Sehen ist ein entscheidender Faktor für Selbstständigkeit und Lebensqualität älterer Menschen. Doch gerade Senioren leiden häufig unter Augenproblemen. Dem "Kuratorium Gutes Sehen" zufolge sehen rund 20 Prozent der über 70-jährigen Bundesbürger so schlecht, dass eine Standardbrille nicht mehr ausreicht. Heute gibt es ein breites Angebot an Hilfsmitteln, die schwache Augen unterstützen können. Dabei wird zunehmend moderne Technik eingesetzt - von der ausgefeilten LED-Beleuchtung bei Lupen bis hin zum digitalen Lesegerät. SCHWEIZERs neueste Innovation sind Lupen mit Induktionsladung, bei denen sich der Batteriewechsel erübrigt.

Obwohl neue Techniken viele Möglichkeiten bieten, scheuen Senioren häufig vor der vermeintlich komplizierten Bedienung zurück. Das fängt beispielsweise beim Batterieaustausch bei mobilen LED-Leuchtlupen an. Das Öffnen und Schließen des Fachs und das richtige Einlegen der Batterien bereiten alten Menschen oftmals Schwierigkeiten. Auch das Hantieren mit Ladekabeln und kleinen Steckern ist wenig beliebt. Ein Plus an Komfort bringt deshalb die neue Lupenserie "Ergo-Lux i mobil" von SCHWEIZER. Die Lupe ist die weltweit erste die per Induktion geladen wird, sodass kein Batteriewechsel mehr erforderlich ist. Einfach den Lupengriff auf das Induktionspad auflegen und die Sehhilfe ist schnell wieder einsatzbereit. Das Sehfeld wird somit wieder in gewohnter Helligkeit ausgeleuchtet. Das geht wie von Geisterhand, denn einen elektrischen Kontakt zwischen Ladestation und Gerät gibt es nicht. Die Energie wird durch Induktion übertragen.

Wie wichtig die Beleuchtung bei einer Lupe ist, zeigt sich meist unterwegs. Denn im Gegensatz zum häuslichen Umfeld, wo das Licht der Sehbehinderung angepasst ist, herrschen an der Bushaltestelle, beim Einkaufen oder im Restaurant oft Dämmerlicht und störende Schattenwürfe, wodurch das Lesevermögen weiter eingeschränkt wird. Moderne Leuchtlupen leuchten nicht nur hell und gleichmäßig, sie sind auch in drei verschiedenen Lichtfarben - warm-, neutral- und kaltweiß - erhältlich. So lassen sich je nach Augenproblem und persönlichem Empfinden die besten Sehergebnisse erzielen. Erhältlich sind die innovativen Lupen im augenoptischen Fachhandel – dort können sie auch getestet und angepasst werden.

Innovationen aus dem Hause SCHWEIZER waren jedes Mal Meilensteine der LowVision-Versorgung, an denen sich die Branche orientierte. Im Fokus der Produktentwicklung steht der Anwender und seine Bedürfnisse. Neue Technologien, wie zum Beispiel eine Multi-Chip-LED, finden dabei Einsatz und erleichtern so den Alltag des Benutzers. Wenn man älter wird erlebt der Mensch unterschiedliche, altersbedingte Veränderungen: Neben vermindertem Sehvermögen, veränderter Farbwahrnehmung und schlechterem Hörvermögen stellt sich auch eine verminderte Fingerfertigkeit und nachlassende Fingerkraft ein. Dann wird das Öffnen eines Batteriefachs sowie das Wechseln der Batterien für ältere Menschen immer wieder zu einem Problem. Dabei geht es auch anders, denn ab sofort braucht man keine Batterien mehr, um Leuchtlupen mit Strom zu versorgen. Für mehr Komfort bei der neuen ERGO-Lux i mobil sorgt jetzt Energie per Induktion.
Ergonomie und Lupe
Nicht nur in der Technik, sondern auch im Design hat sich viel bei den Leuchtlupen getan. So hielt vor ein paar Jahren die Ergonomie den Einzug und machte Lupen damit noch anwenderfreundlicher.

Die Griffform der Serie ERGO-Line von SCHWEIZER, die im wahrsten Sinne des Wortes gut in der Hand liegt, ist so abgewinkelt, dass sie der natürlichen Haltung des Handgelenks folgt. Ein balliges Griffende ermöglicht ein entspanntes Abstützen, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Der Lupenkopf wird so in einen optimalen Abstand zur Betrachtungsebene gebracht. Daumen und Zeigefinger übernehmen die Feinmotorik.

Eine LED sorgt bei der Lupenserie ERGO-Lux MP für eine gute Ausleuchtung und ERGO-Base, also ein nach beiden Seiten schwenkbarer Topf, der über eine patentierte Magnetverbindung mit dem Lupenkopf verbunden werden kann, rundet das Angebot ab. Bedienungselemente für Beleuchtung und Batteriefach sind eindeutig.

Durch ihre Leseneigung kann man sie sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder einsetzen. Sie hat eine sehr schön geformte Griffgestaltung – durch die Daumenkuhle und die Ballenstütze liegt diese Lupe sehr angenehm in der Hand und lässt sich sehr leicht auch länger benutzen.

ERGO-Lux MP Lupen verfügen durch ihre Multi-Power Funktion über die Möglichkeit, die Beleuchtung in 2 Beleuchtungsstärken einzustellen. Der zweistufige Schalter gibt eine haptische und akustische Rückmeldung. Sie ist ebenfalls lieferbar in den 3 Lichtfarben Kaltweiß, Neutralweiß und Warmweiß und in den Stärken von 8 bis 24 Dioptrien.


Die ERGO Lux MP mobil ist die dazu passende, ebenso ergonomisch geformte mobile Handleuchtlupe. Eine Griffform, die gut in der Hand liegt, die so geformt ist, dass sie der natürlichen Haltung des Handgelenks folgt, ein ausgeprägtes Griffende, das gleichzeitig als Ballenstütze dient und eine sichere Führung gewährleistet. Daumen und Zeigefinger übernehmen die Feinmotorik und finden ganz automatisch in der Daumenbremse und Zeigefingerkuhle ihren Platz. Unterstützt wird die Griffigkeit durch ein rutschhemmendes Material mit 2 unterschiedlichen Strukturen – einer angenehmen Soft-Touch-Griffzone.
Die richtige Brille zur Lupe
Bei allen technischen und designorientierten Raffinessen ist die richtige Anpassung der Lupe immer noch wichtig. Entscheidend für den Erfolg ist die richtige Brille zur Lupe.

Eine Standleuchtlupe erzeugt in einer bestimmten Entfernung zum Auge ein Bild. Auf diese Entfernung muss das Auge einstellen. Kann das Auge nicht mehr ausreichend auf die Bildentfernung akkommodieren, so ist eine Lesebrille für die Entfernung Auge-Leuchtlupenbild einzusetzen. Wenn das Auge nicht akkommodieren kann oder die Lesebrille „nicht stimmt“, dann entsteht zwangsläufig kein deutliches Sehen mit einer Standleuchtlupe. Ein Lesepult ermöglicht einen gleichmäßigen Abstand des Lesegutes zum Auge. Bei den meisten Lupenherstellern sind die Daten verfügbar, um eine passende Lesebrille mit der entsprechenden Leuchtlupe auszutesten.

Um das Ergebnis noch zu verbessern, ist die Auswahl der richtigen Brille zielführend. Dazu sind folgende Voraussetzungen zu beachten:

Das virtuelle Bild bei der Nutzung einer Lupe liegt zwischen 10 und 30 cm unter dem Lesegut. Bei Standlupen ist die Optik so abgestimmt, dass sich zusammen mit dem notwendigen und sinnvollen Abstand des Benutzers zur Lupe eine Bildentfernung von ca. 40 cm ergibt. Auf diese Entfernung muss beim Lesen akkommodiert werden bzw. die Brille eingestellt sein.

Eine möglichwerweise schon etwas verstärkte Lesebrille lässt nur eine verkürzte Entfernung zu. Die Fernbrille ist in keinem Fall ausreichend. Eine Gleitsichtbrille macht hier durch die Progressionszone eine Lupennutzung in ergonomischer Haltung möglich, sofern der Progressionskanal breit genug ist.Die beste Lösung ist jedoch eine zusätzliche Einstärkenbrille, die mit einer mittleren Addition so abgestimmt ist, dass der Kunde in entspannter Haltung die Lupe nutzen kann. Seine bisherige Brille mit einer Addition von +3,0 oder +3,5 dpt ist zu stark für den Gebrauch mit einer Lupe. In der Regel liegt der Additionswert für die „Lupen-Addition“ zwischen +2,0 und +2,5 dpt. Diese Brille wird von den Betroffenen gerne auch als Sehhilfe für die Zwischenentfernungen benutzt (Haushalt etc.). Mit steigender Vergrößerung wird der Benutzungsabstand zwischen Auge und Lupe immer kleiner. Das ist auch sinnvoll, weil der Linsendurchmesser kleiner wird. Ein bequemes Lesen am Tisch ist jedoch dann nicht mehr möglich. Empfehlenswert für eine bequeme Körperhaltung und ein ermüdungsfreies Lesen ist ein zusätzliches Lesepult.

Bei einer Hand(leucht)lupe kann durch Abstandsänderung der Lupe zum Objekt die Entfernung des virtuellen Bildes so eingerichtet werden, dass sich das Bild in der Nahpunktentfernung der Brille befindet. Dies gelingt presbyopen Personen im Allgemeinen ohne große Probleme, da sie den Abstand intuitiv so wählen, dass sie das Bild scharf sehen.